Klassische Beratungsmethoden

Wenn Sie zu mir in die Praxis kommen, steht am Anfang ein Gespräch. Dabei lernen wir uns etwas kennen und Sie legen mir Ihre Situation und Ihr Anliegen dar.

Wenn wir uns für eine Zusammenarbeit entscheiden, stehen uns eine Reihe von Methoden zur Verfügung. Eine Beratung soll Ihnen gut tun und für Sie interessant sein. Deshalb teffe ich die Auswahl danach, was ich für Erfolg versprechend halte, und was Sie auch gern machen.

Neben der Naturorientierten Arbeit setze ich klassische Methoden aus Therapie und Beratung ein:

Gesprächstherapie

Ziel einer Gesprächstherapie ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem Sie angstfrei und kreativ an der Lösung Ihrer Probleme arbeiten können. Dabei unterstütze ich Sie durch Einfühlung, Fragen, kreative Anregungen.

Grundhaltungen der Therapeutin in der Gesprächstherapie:

  • Bedingungslose Wertschätzung des Gegenübers
  • Empathie (Einfühlsames Verstehen)
  • Kongruenz (Echtheit, Aufrichtigkeit gegenüber Klienten)
Gestalttherapie

In der Gestalttherapie gibt man inneren Stimmen, Themen etc. einen äusseren Ausdruck. Somit werden sie sichtbar und können nun "mit Abstand" betrachtet werden.

Themen die ungelöst sind, werden als "offene Gestalt" bezeichnet. Es geht also darum, möglichst viele offene Gestalten zu schliessen.

Es gibt ein paar Grundsätze der Gestalttherapie:

  • Jeder Mensch ist ein eigenes, selbständiges Individuum.
  • Leben findet in der Gegenwart statt (nicht in Vergangenheit oder Zukunft).
  • Dein Leben findet genau HIER statt (nicht irgendwo, wo du mal warst oder gerne wärest).
  • Versuche herauszufinden, was wirklich ist (statt deiner Phantasie darüber zu folgen).
  • Gib deinen Bedürfnissen Ausdruck (statt zu manipulieren und zu verurteilen).
  • Sei offen für neue Erfahrungen.
  • Es ist, wie es ist (es sei denn, du willst es ändern).
  • Übernimm Verantwortung für dein Denken, Fühlen und Handeln.
  • Sei präsent (mit allem, was du bist - hier und jetzt).

Eine beliebte Übung der Gestalttherapie ist die innere Konferenz:

Verschiedene innere Stimmen werden durch Kissen oder Stühle im Raum dargestellt. Nun wandert man von einem zum anderen und gibt diesem jeweiligen Aspekt Ausdruck. Ziel ist es, dass sich diese innere Konferenz auf eine gemeinsame Lösung einigt. Damit hört die innere Diskussion des ewigen "Für" und "Wider" auf.

Focusing

Wer den Focusing-Prozess erlernt hat, kann ihn auch zur Selbsthilfe im Alltag anwenden. Es wird leichter, Entscheidungen zu treffen, Probleme im Kern zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten zu finden.

Die Wahrnehmung wird auf das Körpergefühl in einer bestimmten Situation gerichtet. Dabei wird versucht, das Gefühl so klar wie möglich wahrzunehmen und zu beschreiben. Das ist so, wie wenn man mit einer Kamera versucht, ein Objekt so scharf wie möglich einzufangen. Es muss immer mal ein wenig nachjustiert werden, bis man endlich ein klares Bild hat.

In diesem Prozess des Benennens und Vergleichens wird es möglich, dem "komischen Gefühl im Bauch" (Felt Sense) einen Namen zu geben. Darin liegt meist schon eine grosse Erleichterung (Shift genannt). Aus der Klarheit kann adäquates Handeln entstehen.

Der Begriff «Focusing» kommt von "Focus" (Brennpunkt, lat.) Es geht darum, den Fokus auf ein inneres Gefühl zu richten, bis dieses möglichst klar erkennbar wird.

 

Systemaufstellung

Am Bekanntesten ist sicher das Familienstellen. Bei einer Systemaufstellung werden entweder Mtiglieder einer Gruppe oder aber Gegenstände (Vertreter) im Raum so zueinander "aufgestellt", dass Sie das betreffende System abbilden. Also z.B.: Wie steht mein Kollege zu mir und wie stehen wir beide zu unserer Chefin?

Verschiedene Arten von Aufstellungen:

  • Familienaufstellungen (z.B. die Herkunftsfamilie)
  • Organisationsaufstellungen (z.B. ein Team)
  • Strukturaufstellungen (z.B. Entscheidungssituationen)

Wenn ich mit Einzelpersonen arbeite, verwende ich farbige Platten, um die Positionen zu bezeichen. Die Klientin/der Klient kann dann die verschiedenen Postionen einnehmen und nachfühlen, wie es sich anfühlt, an dieser Stelle im System zu sein. Z.B. Wie fühlt es sich an, wenn meine Mutter direkt hinter mir steht und ich sie gar nicht sehen kann? Wie ist das, wenn mein Traumberuf ganz weit weg und fast ausserhalb des Systems ist - aber das Sicherheitsdenken direkt vor meiner Nase?

An diesem Beispiel sieht man schon, dass man nicht nur Familien und Beziehungen aufstellen kann, sondern auch Themen und Fragestellungen. Sehr oft führt es zu einem richtigen Aha-Effekt, die Struktur des Systems in dieser direkten Weise zu erkennen und zu erleben.

Im Verlauf der Aufstellung wird dann experimentiert, wie die Beteiligten im System umgestellt werden könnten, damit es zu einer ausgewogenen Struktur kommt und sich besser "anfühlt".

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