Es gibt keine schlechte Energie
Energie wahrnehmen, verstehen und wandeln
Du betrittst einen Raum und spürst sofort: Hier stimmt etwas nicht. Die Luft scheint zum Schneiden dick, die Stimmung ist gedrückt ... Oder du sprichst mit jemandem und fühlst dich danach wie ausgelaugt. Sofort denkst du: „Da war schlechte Energie.“
Aber was wäre, wenn es gar keine „schlechte“ Energie gäbe? Das ist es, was die Schamanen der Anden lehren: Energie hat einfach unterschiedliche Frequenzen, unterschiedliche Dichte. In diesem Artikel erfährst du mehr darüber, vor allem auch, wie du mit niederfrequenter Energie umgehen bzw. dich vor ihr schützen kannst.
Warum es keine schlechte Energie gibt
Stell dir vor, du hättest einen Garten. Würdest du den Kompost als "schlecht" bezeichnen, nur weil er dunkel und schwer ist? Nein, denn du weisst: Aus diesem Kompost entsteht fruchtbare Erde, die deinen Pflanzen Nahrung gibt.
So ist es auch mit der Energie: Erst unsere Bewertung macht sie zu etwas „Gutem“ oder „Schlechtem“. In Wirklichkeit schwingt sie einfach auf unterschiedlichen Frequenzen – mal dicht und langsam, mal leicht und schneller. So, wie Wasser Dampf, Regen oder Eis sein kann, ist auch Energie einfach unterschiedlich verdichtet. Wenn du lernst, sie zu wandeln, anstatt dagegen zu halten, wirst du frei.
Transformiere negativ empfundene Energie in Licht und Leichtigkeit
- Alles ist Information: Auch schwere Energie zeigt dir etwas auf. Sie macht dich aufmerksam auf Bereiche, wo etwas blockiert ist und Heilung oder Veränderung braucht.
- Transformation ist möglich: Energie kann gewandelt werden. Aus Hucha kann Sami entstehen – genau, wie aus Kompost neue Blüten wachsen. Siehe: Übung Kristall-Atem
- Balance ist natürlich: In der Natur gibt es immer ein Gleichgewicht: Tag und Nacht, Ein- und Ausatmen ... Schwere und leichte Energie gehören zum natürlichen Kreislauf. Sie waren vor dir da und werden nach die da sein.
Statistische Bezüge zu emotionalen Belastungen
Arbeitsbedingter Stress und Erschöpfung in Deutschland: „Laut DAK-Psychreport 2025 sind fast ein Drittel der Fehltage im deutschen Arbeitsleben auf psychische Erkrankungen wie Depressionen und emotionale Erschöpfung zurückzuführen.“ Zur Quelle: DAK-Psychreport 2025
Anteil der Deutschen mit psychischer Belastung: „Einer aktuellen Umfrage zufolge bezeichnen sich 34 Prozent der Deutschen als psychisch erkrankt – als Hauptursache werden vor allem Stress und emotionale Überlastung genannt.“ Zur Quelle: t-online Umfrage 2025
Stressbelastung in der Bevölkerung; „Über 50% der Menschen in Deutschland geben laut Statista an, regelmäßig unter Stress zu leiden; die Belastung wirkt sich spürbar auf das emotionale Wohlbefinden aus.“ Zur Quelle: Statista Themenseite Stress
Die schamanische Sicht auf Energie
In der schamanischen Tradition der Anden wird Energie wird nicht als "gut" oder "schlecht" betrachtet, sondern als ein Spektrum von Frequenzen. Es gibt drei zentrale Begriffe, um das Wirken von Energie zu verstehen:
- Hucha: Das ist die schwere, dichte und stagnierende Energie. Sie fühlt sich oft belastend an und entsteht, Wenn du zu viel gibst, ohne genährt zu werden. Wenn Konflikte unausgesprochen bleiben oder du dich innerlich zurückziehst, obwohl du Nähe brauchst. Wenn du Sorgen und Ängste in der trägst.
Schwere Energie ist nichts "Böses", sondern nur gestaute Lebenskraft, die darauf wartet, wieder in Fluss zu kommen. - Sami: Die leichte, nährende und fliessende Energie. Sie belebt und inspiriert. Erinnerst du dich an ein Erlebnis, wo du total glücklich warst? Das ist Sami. Oder wenn dir etwas besonders gut gelingt und du dich so richtig darüber freust - das ist Sami. Sami ist Freude, Leichtigkeit, Verbindung.
- Ayni: Ayni – das heilige Gesetz der Gegenseitigkeit. Alles im Leben beruht auf Gegenseitigkeit: Geben und Empfangen, Ein- und Ausatmen. Nichts geht nur in eine Richtung.
Wenn du zu viel gibst oder zu wenig annimmst, entsteht Hucha. Mit Achtsamkeit kannst du Ayni in jedem Moment wiederherstellen: Du entscheidest, auf welcher Energie-Frequenz du (re-)agierst.
Wie du schwere Energie erkennst
Schwere Energie zeigt sich nicht immer offensichtlich. Oft sind es feine Zeichen, die du übergehst, bis sie lauter werden. Fühlst du dich nach jedem Telefonat mit einer bestimmten Person wie leergesaugt? Das ist Hucha. Oder der Groll, den du mit dir herumträgst, weil du dich bei der Arbeit übergangen fühlst? Auch das ist Hucha, das auf deine Aufmerksamkeit wartet. Anzeichen für schwere Energie. Erkennst du davon etwas in deinem Leben?
- Du fühlst dich müde und erschöpft, ohne erkennbaren Grund.
- Deine Gedanken kreisen immer wieder um dasselbe Thema.
- Bestimmte Situationen oder Begegnungen rauben dir Kraft.
- Du hast das Gefühl, "festzustecken" und nicht voranzukommen.
Transformation schwerer Energie in Leichtigkeit
Jetzt kommt die gute Nachricht: Du musst dich nicht als Spielball irgendwelcher "negativen Energien" fühlen. Es gibt bewährte Techniken, mit denen du Hucha in Sami verwandeln kannst. Eine stelle ich dir hier vor. Mehr praktische Anwendungen findest du bei meinen "Schamanischen Online-Happen"
Übung: Kristallatem (Samay)
Diese einfache Atemübung hilft dir, Hucha zu wandeln und dein Energiefeld zu klären.
- Setz dich aufrecht hin, beide Füsse gut geerdet
- Schliesse die Augen und stell dir vor, du sitzt in einem klaren Kristall. Dieser Kristall ist dein Schutzraum – lichtvoll und ruhig.
- Atme tief ein und aus. Spüre deinen Körper.
- Stell dir nun vor, du atmest Sami (leichte Energie) von Mutter Erde oder Vater Himmel in dich hinein. Es strömt durch dich hindurch wandelt alles Schwere, indem es dessen Frequenz erhöht.
- Mit dem Ausatmen sendest du transformierte, leichte Energie in die Welt zurück.
Denke immer daran: Du gibst niemals schwere Energie in die Welt. Du kannst sie wandeln und als Liebe und Dankbarkeit in die Welt atmen.
Ayni als Schlüssel zu einem Leben im Gleichgewicht
Energiearbeit endet nie beim „Ich“. Sie geschieht immer in Beziehung – zu anderen, zur Erde, zum Kosmos.
- Sorge zuerst gut für dich selbst, denn kannst nichts geben, das du nicht hast.
- Gelebte Dankbarkeit ist der Same für neuen Segen!
- Du musst nicht mit "gleicher Münze" zurückzahlen, wenn dir etwas Unangenehmes begegnet. Wähle selbst, auf welcher Energiefrequenz du (re-)agieren willst. So gestaltest du bewusst deine Beziehungen und Themen.
Energiearbeit als Alltagspraxis - Tipps zur Umsetzung
- Beginne den Tag mit einem bewussten Atemzug – und einer stillen Bitte um Leichtigkeit.
- Verbringe Zeit in der Natur: Bäume, Wasser und Wind nähren dein Energiefeld mit hoher Frequenz.
- Beende den Tag mit einem Dank an Pachamama – Mutter Erde, die dich trägt.
Je mehr du dich mit Sami verbindest, desto klarer und freier wird dein Energiekörper. So wird Energiearbeit zu einer Form der Selbstfürsorge – sanft, heilig, alltäglich.
Fazit: Alles ist Energie. Und Energie ist Beziehung.
Es gibt keine schlechte Energie. Es gibt nur Energie, die in Bewegung kommen möchte. Wenn du sie mit Bewusstsein, Atem und Liebe wandelst, wird sie zu Licht – in dir, in deinen Beziehungen, in deiner Welt.
Mehr Übungen und Hintergrund findest du in meinen schamanischen Online-Happen. Energie bewusst zu wandeln und im Fluss zu bleiben wird so zur Alltagspraxis.
👉 visioterra.ch/schamanische-online-happen
FAQ zum Thema Schamanismus und Energie
Im Schamanismus werden alle Energien als neutral betrachtet; es gibt weder „negative“ oder „böse“ Energie, noch "postivie", "gute" Energie. Was uns Energie als belastend empfinden lässt, ist wenn sie verdichtet, niederfrequent oder schlicht am falschen Ort ist.
Wenn du dir z.B. Sorgen machst, dann ist das belastend, aber keine schlechte Energie. Wenn du von jemand anderem seinen Frust übernimmst, dann ist das definitiv der falsche Ort für diese Energie. Die betroffene Person könnte selbst die schwere Energie wandeln und damit auch den Frust loswerden.
Wenn dir deine Blockaden bewusst werden, kannst du in einem nächsten Schritt herausfinden, woher sie kommen und wie sie wirken. Ich nenne das das "Rumpelstilzchen-Prinzip" - kennst du seinen Namen, hat es keine Macht mehr über dich. Das Märchen vom Rumpelstilzchen beschreibt auch sehr spannend, wie und ein in der Not geschlossener schlechter Deal später auf die Füsse fallen kann.
Bereits beim Herausfinden, worum es geht, ist die schamanische Arbeit sehr hilfreich. In der Regel handelt es sich um Energie-Blockaden durch alte Enttäuschungen oder Verletzungen. Wir sprechen auch von schwerer Energie, die den Fluss in deinem Energiefeld behindert.
Die schamanische Tradition kennt viele sehr wirksame Rituale, um diese Blockaden zu lösen, sodass sie wieder fliessen. Das aktiviert gleichzeitig deinen Selbstheilungsprozess.
Bekannte und starke schamanische Rituale bei Blockaden sind z.B. Seelenrückholung oder das Lösen von alten Seelenverträgen. Mehr dazu findest du auf der Seite Schamanische Praxis.
Es geht in beiden Ansätzen um Selbsterkenntnis und -entfaltung. Ziel ist, Blockaden zu lösen und mehr Leichtigkeit und Selbstwirksamkeit im Leben der Klientin, des Klienten zu ermöglichen. Bei beiden muss zuerst einmal geschaut werden, welche Probleme und Einschränkungen bzw. Wünsche und Sehnsüchte eine Person mitbringt.
Das Besondere im Schamanismus, der auf uraltem Erfahrungswissen basiert: Wir gehen wir direkt auf die emotional-seelische Ebene. Wir schauen natürtlich schon auch, woher eine bestimmte Blockade kommt. Aber es gibt keine ausgiebige Analyse, um herauszufinden, was evtl. zum Problem beigetragen hat. Die Lösung steht im Vordergrund. Deshalb gibt es oft auch sehr schnelle Veränderungen.
In humanistischer Psychologie und moderner systemischer Therapie gilt:
- Es sind nicht die Emotionen an sich, die uns belasten, sondern, wie wir sie bewerten und welchen negativen Gedanken wir glauben schenken.
- Gefühle von Erschöpfung oft einem „Energie-Leck“ entsprechen, das durch Glaubenssätze hervorgerufen wird, nicht durch die Energie selbst.
- Der bewusste Umgang mit Energiequellen im Alltag – z.B. durch achtsame Auswahl von Umfeld und Gesprächspartnern – steigert Resilienz und Lebensfreude nachweislich.
Schamanisch gesehen heisst das:
- Dort, wo ich mir Sorgen mache, Ängste aufbaue etc. sammle ich "schwere", niederfrequente Energie. Diese kann sich buchstäblich in meinem Energiefeld und in meinem Körper ablagern. Unsere Sprache beschreibt das sehr gut: "Es ist gerade so schwer." Oder: "Das finde ich belastend."
- Wenn Energie nicht mehr fliesst, werden wir auch nicht versorgt mit Lebenskraft und Vitalität. Gefühle von Erschöpfung und Niedergeschlagenheit können entstehen.
- Du kannst dir angewöhnen, auch in deinem Alltag aufmerksam zu sein, mit welchen Energien du interagierst und welche du aufnimmst. Dazu gehören bewusster Schutz und Abgrenzung, sowie alltagstaugliche Praktiken, um schwere Energie zu transformieren.
Mehr dazu erfährst du in meinem Workshop-Mitschnitt: *Es gibt keine schlechte Energie".
Die Fokussierung auf die Lösung ist ein zentrales Unterscheidungsmerkmal des schamanischen Ansatzes: Häufig berichten Klientinnen und Klienten von spürbaren Veränderungen nach einem schamanischen Ritual oder einer tiefen schamanischen Erfahrung.
Die Transformation erfolgt oft in Form eines emotionalen Durchbruchs, einer neuen energetischen Wahrnehmung - wie z.B. mehr Lebensfreude, mehr Elan und Optimismus.
